Dropbox benutze ich schon länger und viele werden den Dienst kennen. In der englischen Wikipedia gibt es sogar einen Eintrag zu dem Dienst, das Dropbox-eigene Wiki liefert ebenfalls umfangreiche Informationen.
Direkt-Jumps (da dies doch ein etwas längerer Artikel geworden ist:)
Dropbox in a nutshell
Sync
Share
Symlinks
Update: Wenn ihr euch unter diesem Link für Dropbox registriert, bekommt ihr zu den üblichen 2GB noch zusätzliche 250MB.
Dropbox in a nutshell
Kurz zusammengefasst würde ich den Dienst so beschreiben: man bekommt nach Anmeldung 2 GB Speicherplatz, welchen man zum Synchronisieren und Tauschen von Daten benutzen kann, oder auch als einfache Dateiablage für sich selbst. Für das Hinzufügen von Dateien gibt es zwei Möglichkeiten:
- Über das Webinterface
- Über den Desktop-Client
Auf die erste Möglichkeit muss ich wohl nicht weiter eingehen, die sollte von anderen Diensten hinreichend bekannt sein. Der Clou liegt eher beim Desktop-Client, der dankenswerterweise für Windows, Linux und den Mac verfügbar ist.
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Sync
Nach der Installation befindet sich im Benutzerordner ein spezieller Ordner namens Dropbox, welcher permanent mit dem Webspace synchron gehalten wird (der Ort der Ordners kann geändert werden). Das bedeutet, dass alles, was in diesem Ordner liegt, automatisch auch im Webinterface zur Verfügung steht. Kopiere ich also ein paar Dateien in diesen Ordner, werden sie sofort vom Desktop-Client hochgeladen. Dies geschieht angenehm im Hintergrund, nur das animierte Dropbox-Symbol im System-Tray bzw. in der Menubar lassen erkennen dass ein Upload passiert.

Screenshot von Softpedia
Umgekehrt landen alle Dateien, die ich über das Webinterface hinzufüge, automatisch in dem Dropbox-Ordner. Innerhalb des Ordners können nach Herzenslust weitere Ordner angelegt werden. So kann man z.B. in der Arbeit ein paar wichtige Dateien im Webinterface hochladen und hat sie automatisch auf seinem Rechner, wenn man ihn daheim anschaltet. Im Prinzip also ein Datei-Push-Service; das Verschicken von Dateien per Email oder das Hoch- und anschliessende Herunterladen auf einen Webspace gehört so der Vergangenheit an.
2 GB klingt in der heutigen Zeit nicht nach viel, aber für Dokumente und ein paar größere Dateien ist dies jedoch ausreichend. Wer mehr will, bekommt gegen Bares 50 GB.
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Share
Einzelne Ordner lassen sich für andere Dropbox-Benutzer freigeben, sodass diese anderen Benutzer automatisch den Inhalt der Ordners auf ihren Rechner bekommen, wenn sich darin etwas ändert – ideal zum Tauschen von Fotos oder sonstigen Dokumenten. Dabei sollte allerdings beachtet werden, dass auch hier die Obergrenze von 2 GB zieht – d.h. wenn mir 3 Leute jeweils einen Ordner mit 500 MB freigeben, sind 1,5 GB von meinem Account verbraten. Ausserdem sollte man mit dem Löschen von Dateien sehr vorsichtig sein: hat jemand einen Ordner für 5 Personen freigegeben und eine dieser Personen löscht den Ordner (innerhalb des Dropbox-Ordners), so verschwindet der Ordner für alle Personen, auch für den Ersteller. Das Löschen von Dateien kann zwar rückgängig gemacht werden, trotzdem sollte man die Dateien, die man von anderen Leuten bekommen hat, an einen Ort ausserhalb des Dropbox-Ordners kopieren, um sicherzugehen.
Um über alle Änderungen in seinem Account informiert zu werden bietet es sich an, den RSS-Feed zu abonnieren – das Symbol befindet sich im “Home”-Bereich im Webinterface.
Für das iPhone (und den iPod touch) gibt es ein spezielles Webinterface, mit dem das Anschauen von Bildern und PDF-Dateien oder das Anhören von MP3-Dateien leicht von der Hand geht:
Die URL dafür lautet m.getdropbox.com.
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Symlinks
Mit Linux und Mac OS X (und ab NT 6.0, also Vista und Windows Server 2008, auch in Windows) gibts es ja die Möglichkeit, symbolische Links zu erzeugen. Im Unterschied zu einem normalen Alias oder einer Verknüpfung hat man mit symbolischen Links die Möglichkeit, auf die kompletten zugrundeliegenden Verzeichnisstrukturen zu verweisen. Mehr Infos dazu gibt’s in der Wikipedia. Mit symbolischen Links eröffnen sich für Dropbox ganz neue Möglichkeiten.
Beispiele:
- Für Entwickler interessant: ich kann einen symbolischen Link zu einem Eclipse-Workspace erzeugen. So habe ich die Möglichkeit, von mehreren Rechnern mit dem gleichen Workspace zu arbeiten. Der Workspace (bzw. der symbolische Link) im Dropbox-Ordner ist dann der Sync-Point für alle Rechner.
- Mit einem symbolischer Link zu Dokumenten, die ich immer verfügbar haben möchte, habe ich sie… immer verfügbar. Ähem.
- Wenn man auf mehreren Rechnern unterwegs ist wäre es doch auch angenehm, immer das gleiche Firefox-Profil zu benutzen. Kein Problem – ein symbolischer Link auf den Profilordner and you’re in sync.
Natürlich könnte man sich teilweise die symbolischen Links auch sparen und gleich mit den Ordnern im Dropbox-Ordner arbeiten, aber unter Umständen wird man dabei auf Schwierigkeiten stoßen; z.B. ist es nicht ohne weiteres möglich, den Speicherort des Firefox-Profilordners zu ändern.
Summa summarum sind der Fantasie also kaum Grenzen gesetzt, was sich mit solch einem Service anfangen lässt. Die Entwickler geben im Wiki auch ein paar Vorschläge zur Nutzung des Dienstes ab.
Ihr seid gefragt
Habt ihr noch mehr Ideen oder Tipps, für welche Zwecke sich Dropbox effektiv benutzen lässt? Was für Erfahrungen habt ihr mit dem Dienst bisher gemacht, welche Features fehlen euch noch?
Update: Wenn ihr euch unter diesem Link für Dropbox registriert, bekommt ihr zu den üblichen 2GB noch zusätzliche 250MB.
Hinweis: ich bin kein Dropbox-Entwickler oder habe in irgendeiner Weise etwas mit dem Unternehmen zu tun; ich bin lediglich ein begeisterter Nutzer des Dienstes. Nicht dass hier jemand sagt… na ihr wisst schon.